Bild des Benutzers Simon Goess
Social metabolism and the degrowth society

To start with, this lecture should have been attended by far more people than it has been and also could have been given a more prominent within the conference’s schedule. This is because the talks touched the very core of how our society, economy and our relation to technologies work on a dynamic level. Furthermore they presented factual insights in what this mode of living in industrialized societies is basically (and it was maintained consequentially and inevitably) leading to. But more about this later on.

 

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Bild des Benutzers Sina Stach
Degrowth – ein Plädoyer für einen Wertewandel

Die fünftägige Degrowth-Konferenz ist vorbei. Über 3000 Menschen mit wachstumskritischen, ökologischen, anti-kapitalistischen, queer/feministischen und menschenrechtlichen Ansätzen trafen sich vom 2. bis 6. September in Leipzig, um über die Utopie (?) einer zukünftigen Degrowth-Gesellschaft zu diskutieren.

Ohne zu übertreiben oder zu stark zu verallgemeinern kann man sagen, dass das vielfältige Angebot - von Podiumsdiskussionen, wissenschaftlichen Seminaren, Workshops und open space Diskussionen bis hin zu kulturellen Formaten wie Installationen, Theater, Film und Musik - eine rundum runde Sache war. Die Teilnehmende fanden Beschreibungen wie “stimulative”, “fruitful”, “energizing”, “motivating” oder “impressive”.

 

Auch wenn man nur einen Bruchteil der unzähligen Veranstaltungsformate besuchen und die dort geführten Diskussionen verfolgen konnte, so ist es doch relativ klar, dass ein wichtiges Ergebnis bzw. Fazit fast immer war: Es braucht einen fundamentalen Wertewandel, um die (noch) Utopie einer Degrowth-Gesellschaft zu verwirklichen.

 

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Bild des Benutzers Sina Stach
Das Bedingungslose Grundeinkommen als Mittel der Armutsbekämpfung

Entgegen der Vorstellung Vieler ist die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) nichts sonderlich Neues. Bereits der Brite Thomas Spence plädierte im Jahr 1796 für die Einführung eines BGEs. Seine Begründung: Grund und Boden gehöre der Gemeinschaft, weshalb der Staat seine BürgerInnen an den Pachteinnahmen beteiligen müsse.

Heute wird das BGE weltweit diskutiert. Es gehört nicht nur zu einem elementaren Bestandteil der Postwachstumsdebatte, sondern hat sich ebenfalls als ein sehr effektives Mittel zur Armutsbekämpfung erwiesen. Ein kleines Pilotprojekt in Namibia veranschaulicht die möglichen Auswirkungen eines BGEs sehr gut.

 

Simone Knapp von der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika KASA hat dieses Pilotprojekt, das im Zeitraum 2008-2009 stattfand, begleitet. Im Anschluss an einen Workshop zum Bedingungslosen Grundeinkommen aus der Nord-Süd-Perspektive berichtet sie noch einmal detaillierter von dem Projekt, das unter anderem auch von der Friedrich Ebert Stiftung gefördert wurde.

 

Es gab in Namibia das Pilotprojekt „Basic Income Grant“. Worum ging es genau in diesem Projekt?

 

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Bild des Benutzers Sina Stach
Müll ist eine Definitionssache

Müll, also was nicht mehr gebraucht wird und als Abfall auf der Deponie oder leider auch anderswo landet, ist eine Frage der Perspektive. Es ist eine recht neue Entwicklung unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft, dass Dinge in einem enormen Ausmaß als Müll deklariert und weggeschmissen werden. Früher noch ging man mit Materialien und Gegenständen wesentlich nachhaltiger und wertschätzender um; sie wurden aufgehoben, weiter gegeben, wiederverwendet oder auch als etwas Neues umgewandelt. Zwar geschah dies wohl vor allem aus einer ökonomischen Notwendigkeit heraus. Doch heute angesichts der stetigen Vermüllung des Planeten und der immer knapper werdenden natürlichen Ressourcen kann man dagegen sagen, dass wir aus einer ökologischen Notwendigkeit heraus wieder genauso sparsam und ressourcenschonend handeln sollten.

 

Upcycling – eine gute Alternative

 

Dieser Idee hat sich die

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Bild des Benutzers Simon Goess
A worldwide energy revolution?

In the Panel discussion on “A worldwide energy revolution?”, co-organized by the FES, on the last official day of the Fourth International Conference on Degrowth for Ecological Sustainability and Social Equity in Leipzig touched upon various topics of this immensely important topic.

 

The environmental problems our modern society causes and faces through the exploitation of mainly fossil and exhaustible energy resources are immense. It goes almost without saying that the unequal wealth distribution, especially between the “developed” North and the “less developed” South puts special pressure on the poorer people in the Global South, e.g. through climate change and exploitation.

 

The question is thus not so much, if we need to change our energy system to a renewable one, but how to organize it, as Nina Netzer, who led the panel discussion, made already clear in her initial statement. Three renowned experts and at the same time activists from different countries were invited to share their experiences and to engage in the discussion on how to organize a global energy transformation.

 

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Bild des Benutzers Sina Stach
Glücksökonomie - vom Paradoxon unseres Handelns

„Wer teilt, hat mehr vom Leben“ - unter diesem Slogan stellten Anette Jensen (ehem. taz-Journalistin) und Ute Scheub (taz-Gründerin) ihr Buch zur Glücksökonomie vor.

Ihre Thesen sind für die meisten Teilnehmenden auf der Degrowth Konferenz wohl nicht sonderlich neu oder erstaunlich. Dennoch können die von ihnen vorgestellten Erkenntnisse der Glücksforschung gar nicht häufig genug betont und verbreitet werden, denn der Realitätscheck zeigt, dass sie leider immer noch viel zu wenig beherzigt bzw. gelebt werden.

 

Was macht uns eigentlich glücklich?

 

Der Workshop begann mit der Aufgabe: Schließt alle einmal für ein paar Minuten die Augen und denkt dabei daran, was euch in den letzten Wochen/ Monaten wirklich glücklich gemacht hat. Eine gute Selbsterkenntnis-Methode, die ich allen sehr empfehlen kann!

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Bild des Benutzers Simon Goess
Organizing energy supply and demand

How to organize energy supply and demand, with ever increasing environmental consequences of the current fossil fuel locked-in energy systems?

 

How do changes in the structure of the energy supply and of the ownership of renewable energies effect social and economic models?

 

Which already existing examples are out here that adopt new approaches to self-reliance and empowerment in terms of sustainable energies?

 

The speakers of the session on organizing energy supply and demand focused on these and similar questions by presenting alternatives and new methods to adopt to ever increasing environmental burdens of our currently fossil fuel locked-in energy system.

 

 

The social and economic consequences of Sustainable Energy Action Plans (SAEP)

 

Simone D’Alessandro from the University of Pisa presented his research on social and economic consequences of Sustainable Energy Actions Plans (SEAP). He took an Italian municipality that is part of the Covenant of Mayors, a mainstream European movement that involves local authorities in voluntarily increasing energy efficiency and the use of renewable energy sources on their territory.

 

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Bild des Benutzers Philip Bedall
A Degrowth society? How we could get there – Some ideas about a theory of change

How could a degrowth society be achieved? Or more general: How does societal change occur? The panel "Cultural Agency – potentials and limits of current civic movements" at Friday morning dealt with those questions. Here we will give a short insight into the ideas about societal change the author and activist Friederike Habermann presented at the panel.

 

 

Friederike Habermann is historian and political scientist as well as author, activist and freelance academic living near Berlin, Germany. In the past years she has written a number of books ranging from hegemony, change and solidarity economies to commons-based peer-production. Her latest book dealt with the history and political strategy of the globalization movement. In the following sections we will try to highlight her main ideas of societal transformation:

 

1) The alternative is built up successively:

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Bild des Benutzers Michael Fischer
"Degrowth" – zu abwegig für Politik und Gewerkschaften? Plädoyer für eine Verständigung

Die Formel Wachstum = Wohlstand gilt so einfach nicht mehr. Wir haben inzwischen „jobless growth“ erlebt (z.B. USA Anfang der 2000er Jahre) ebenso wie ein gesamtwirtschaftliches Wachstum bei gleichzeitigen Reallohnverlusten und sinkender Lohnquote (und entsprechenden Zuwächsen der Kapitalquote; z.B. Deutschland 2003-2007), in extremer Form ein Wachstum, das fast nur dem reichsten 1 Prozent zu Gute kam (z.B. USA 2009-2011). Ganz zu schweigen von Maßnahmen, die zwar das BIP-Wachstum fördern, aber unter Wohlstandsgesichtspunkten höchst fragwürdig sind, wie zerstörerische Techniken zur Rohstoffgewinnung oder Deregulierungen, die Finanzmärkte in gemeinwohlschädliche Casinos verwandelt haben. Wer heute von Wachstum spricht, das die damit verbundenen Wohlstands- und Teilhabehoffnungen erfüllen und zugleich – Obacht, wohlstandsrelevant – ökologisch nachhaltig sein soll, muss also schon genau präzisieren, was er oder sie damit meint und wie dieses Wachstum aussehen soll. Hinzu kommt ein säkularer Trend sinkender Wachstumsraten weltweit, der die Frage aufwirft, ob nennenswertes Wachstum im klassischen Sinne überhaupt noch möglich ist und wenn ja, wie lange; eine Frage, die mittlerweile nicht nur „linke Spinner“ umtreibt.

 

"Degrowth" als Suchbewegung

 

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Bild des Benutzers Nina Netzer
Interview mit MdB Daniela Kolbe

Foto: spdfraktion.de (Susie Knoll/Florian Jänicke).

 

Daniela Kolbe ist als SPD-Abgeordnete für den Wahlkreis Leipzig I im Deutschen Bundestag vertreten. Sie ist Sprecherin der ostdeutschen SPD-Abgeordneten, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales und stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Bundeszentrale für politische Bildung. Von 2011-2013 war sie Vorsitzende der Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" mit dem Ziel, die programmatische Diskussion über das Wohlstandsverständnis und seine Perspektiven voranzubringen. FES Sustainability interviewte Daniela Kolbe anlässlich der 4. Internationalen Degrowth-Konferenz:

 

Was bedeutet für Dich Degrowth?

 

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Bild des Benutzers Daniela Turß
Shaking the Foundations

Mainstream approaches to degrowth rarely challenge two principles at the heart of capitalist economies: the heteronormative family as the nucleus of societies, and the division between paid and reproductive labor. But if we want to pave the way towards a sustainable future, we need to start with deconstructing today's economical, political and social systems and the power structures they are based on, including, but not limited to, sexism and heteronormativity. If we fail to do so, our new concepts run the risk of merely re_creating hierarchies.

 

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Bild des Benutzers Sina Stach
Genossenschaft 2.0 - ein alternatives Wirtschaftsmodell

Auf der Suche nach alternativen Wirtschaftsmodellen, die schon heute, ohne einen kompletten Systemwandel möglich und umsetzbar sind, bin ich auf das Genossenschaftsmodell 2.0 gestoßen. Es ist ein Modell, dass sich faires Wirtschaften auferlegt – das heißt: solidarisch, demokratisch und nicht auf Profitmaximierung ausgelegt. Und es ist ein Modell, das den Sprung aus der Theorie in die Praxis bereits genommen hat. Wie dieser Sprung aussieht und was Genossenschaft 2.0 genau umfasst, erfahre ich in einem Seminar von Felix Weth, Mitgründer des Onlinemarktplatzes Fairnopoly

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Bild des Benutzers Philip Bedall
The distance of Degrowth to Climate Justice: The fights against concrete crime scenes

Climate Justice and Degrowth: Both is or has been a reference point for activists from Global South as well as Global North. Looking at the agendas of the Climate Justice Movement and the Degrowth Community there seem to be manifold commonalities. Most prominent: the denial of the growth paradigm, which is believed to be the main cause of global warming. Is Degrowth just the new Climate Justice? Is it only a strategically motivated change of a catch-all word the same struggles are related to? A panel discussion on Wednesday afternoon concentrated its attention on the commonalities, resistances and alternatives Climate Justice and Degrowth is linked to. Here, we want to give a short insight into this panel.

 

 

Three main differences of Climate Justice and Degrowth

 

Tadzio Müller was involved in the Climate Justice Movement throughout the last years. As an activist he attended several so-called Climate Camps and was part of the transnational protest mobilization towards the United Nations Climate Conference 2009 at Copenhagen. In his statement Tadzio Müller carved out main differences between the Climate Justice movement and the Degrowth community.

 

1) Degrowth = story in the Global North VS. Climate Justice = movement led in the Global South

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Bild des Benutzers Philip Bedall
There will not be Degrowth as long as we find excuses for our inaction: A poem by Nnimmo Bassey

It was an impressive moment at the opening of the panel »Climate Justice and Degrowth: commonalities, resistances and alternatives«. Nnimmo Bassey – activist, author and poet – recited a poem. The audience set the pace by clapping hands. (Bassey:) "We thought it was oil" (His counterpart the audience:) "But it was blood".

For Nnimmo Bassey the distance of Degrowth campaigns and conversations to the Climate Justice movement are the crime scenes, which Climate Justice is fighting against on the ground. For him every coal mine is a crime scene. Every oil field is a crime scene. "We know the criminals. We can not always find excuses for our inaction."

 

 

Nnimmo Bassey

 

We thought it was oil … but it was blood*

 

The other day

We danced in the street

Joy in our hearts

We though we were free

There young folks fell to our right

Countless more fell to our left

Looking up,

Far from crowd

We beheld

Red-hot guns

 

We thought it was oil

But it was blood

 

We thought it was oil

But it was blood

 

Heart jumping

Into our mouths

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Bild des Benutzers Nina Netzer
BIP-Wachstum kann nicht das Ziel sein, BIP-Schrumpfung aber auch nicht! Eine gewerkschaftliche Sicht.

Trifft die Alternative Wachstum oder Schrumpfung eigentlich den Kern des Problems? Das war die Ausgangsfrage, die Norbert Reuter vom Ver.di-Bundesvorstand im Workshop „Wohlstand ohne Wachstum? Eine gewerkschaftliche Perspektive“ stellte. Dass das Brutto-Inlandsprodukt (BIP) ein ungeeigneter Wachstumsindikator ist, ist in Degrowth-Kreisen anerkannt: Da das BIP nur Wachstumssteigerungen, die über den Markt erfasst werden werden, bleibt vieles unbemerkt, z.B. was in Organisationen ohne Erwerbszweck, im Bereich des ehrenamtlichen Engagements oder in privaten Haushalten passiert. Häufig führen Verlagerungen zwischen diesen Bereichen zu falschen Schlüssen: wenn z.B. der Staat Stellen für Lehrer_innen und Pfleger_innen abbaut und das BIP sinkt, werden diese Arbeiten häufig in den haushaltlichen Bereich verlagert und damit nicht mehr erfasst. Hinzu kommt, dass das BIP kein qualitativer Maßstab ist, da alle erfassten wirtschaftlichen Aktivitäten das BIP gleichermaßen steigern – dazu zählt auch die Beseitigung von Umweltschäden oder der Folgen von Katastrophen, Kriegen und Unfällen. Als Wohlstandsindikator ist das BIP daher weitgehend unbrauchbar, vor allem für Gesellschaften mit einem hohem Wohlstandsniveau.

 

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Bild des Benutzers Nina Netzer
Warum etablierte Organisationen Schwierigkeiten mit der Wachstumsdebatte haben

 

Von Nina Netzer und Philip Bedall

 

 

Es scheint eigentlich offensichtlich, dass Nachhaltigkeit, globale Gerechtigkeit und Generationengerechtigkeit mit weiterem Wachstumsstreben schlicht nicht mehr vereinbar sind. Woran liegt es, dass sich die großen Organisationen dennoch so schwer tun mit dem Thema? Welche konkreten Zusammenhänge bestehen zwischen dem Wachstumsdogma und der Arbeit der zivilgesellschaftlichen Akteure? Diese Frage diskutierten moderiert von Jutta Wieding (BUND Sachsen) auf der Konferenz die Referent_innen Angelika Zahrnt (BUND), Christian Cray (Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen), Kai Niebert (NaturFreunde und DNR) und Georg Stoll (Misereor). – Ein Workshop-Bericht.

 

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Bild des Benutzers Simon Goess
(Re)Productivity as an economic paradigm for a social-ecological economy

The first keynote on the second day of the Degrowth Conference was given by Prof. Adelheid Biesecker from the University of Bremen. Her work focuses on microeconomics from a socio-ecological perspective, integrating ecological and feminist economics, and the future of work. She is also member of the network “precautionary economy” (Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften).

 

In her inspiring talk she rooted the central causes for the current social-ecological crisis in a structural separation in modern capitalistic economies, the separation of production and reproduction, producing and reproducing.

 

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Bild des Benutzers Philip Bedall
Prospects about degrowth: movement or concept, its relationship to trade unions and the relevance of "movement moments" – An interview with Nicola Bullard

Nicola Bullard was one of the speakers on the opening panel of the Leipzig degrowth conference. She is a researcher and activist and for many years worked for Focus on the Global South. During the past years she has been involved in a multiplicity of mobilizations for Global Justice. Now based in France, she is an independent writer and analyst on ecological and social issues, development, and alternatives to capitalism. Here we publish an interview with her.

 

 

 

FES-Sustainability:
In the announcement of the conference you can read the slogan "Your recession is not our degrowth!". What is (y)our degrowth about?

 

Nicola Bullard:
"Your recession is not our degrowth!" tells us that the degrowth that is happening is imposed. It is something that is coming from the crisis, which was created by the financial markets. If we would have our degrowth – and here I am speaking from a European context, I am not talking about the South – it would be a degrowth, which would be beneficial, rather than destructive.

 

FES-Sustainability:
How do you think a degrowth society would look like?

 

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Die ökonomische Unfreiheit unserer Zeit – ein Lösungsansatz

Freiheit

 

Wie frei sind wir eigentlich?

 

Frei in dem Sinne, ohne Zwänge zu handeln, zu entscheiden, zu wählen.

Freiheit ist die Fähigkeit, das Wort „Nein“ auszusprechen.“ (Nicolas Chamfort) Wenn man diese Definition als Grundlage nimmt, sind wir wohl alle auf der einen oder anderen Ebene recht unfrei.

 

Ein entscheidender Faktor, der vielen Menschen ihre freie Entscheidungshoheit nimmt, ist ökonomischer Natur. Können wir einfach „Nein“ zu einem Job sagen, wenn unser Kontostand gen Null tendiert? Wir mögen gute Gründe haben, warum wir diese oder jene Erwerbsarbeit nicht (mehr) machen wollen; wenn wir den Lohn dieser Erwerbsarbeit jedoch für unsere Existenzsicherung brauchen, haben wir keine Wahl. Wir sind gezwungen. Wir können nicht „Nein“ sagen. Wir sind unfrei.

 

Bedingungsloses Grundeinkommen – Lösung der ökonomischen Unfreiheit

 

Ein Schritt, dieser Unfreiheit zu begegnen, heißt Bedingungsloses Grundeinkommen. Ein mittlerweile weltweit diskutiertes Thema, das auch auf der Degrowth-Konferenz nicht fehlen darf.

Ronald Blaschke, Mitbegründer des Netzwerk Grundeinkommen, diskutierte mit den gut 100 Interessierten das Modell des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE).

Dabei betont er gleich zu Beginn, wie er das BGE verstanden haben möchte.

 

Das BGE ist:

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Bild des Benutzers Daniela Turß
Biofuels, Development and (Neo-)Colonialism

As commendable as it may sound at first, Western societies' search for alternatives to fossil fuels runs the risk of destroying the livelihood of indigenous people in countries of the Global South. Their struggles to survive, sometimes even against so-called development policies of their own governments, is only rarely recognized in the West. When we call for radical changes of the global economy, we have to pay attention to multiple layers of marginalization and discrimination, to the way (post- and neo-)colonialisms continue to shape global power structures, and to the voices of the people fighting for their own conceptions of a good life.

 

This perspective was stressed strongly in Christine Löw's workshop on “Postcolonial Feminism and Degrowth”. Building upon the work of Gayatri Spivak, Löw suggested postcolonial feminism as a critical perspective on how marginalized people are being integrated into – or rather excluded from – national and international political and economical decision-making.

 

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