
Nina Netzer (FES). Foto: Stephanie Leiser.
Die deutsche Energiewende, die das Doppelziel Atomausstieg und Dekarbonisierung des Energiesystems verfolgt, ist weltweit einzigartig. Dementsprechend erzeugt sie auch in anderen Ländern ein hohes Interesse, wobei die Reaktionen recht unterschiedlich sind: Die einen sehen Deutschland als Gewinner, da der Beschluss einen wichtigen Schritt hin zu mehr grünen Technologien und erneuerbaren Energieträgern und der Marktführerschaft Deutschlands in diesen Bereichen bedeutet. Die anderen sehen Deutschland als Verlierer, und fürchten, dass die Entscheidung zu steigenden Strompreisen, Abwanderung emissionsintensiver Industrien und Energieknappheiten führt und damit wirtschaftliche Einbußen zur Folge haben wird.
Die deutsche Energiewende ist eng mit internationalen Entwicklungen verknüpft: Sollte das deutsche Projekt erfolgreich sein, kann es einerseits als Vorbild für andere Länder und Regionen dienen. Andererseits ist es unabdingbar, die deutsche Energiewende auch international einzubetten. Ohne einen Umbau des globalen Energiesystems ist die Umstellung auf Erneuerbare Energieträger in Deutschland nur ein Tropfen auf den heißen Stein.




















